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DEZ

2016

Tipps für einen erfolgreichen Immobilienverkauf


1. Der ideale Zeitpunkt für den Verkauf

Ein günstiger Verkaufszeitpunkt aus wirtschaftlicher Sicht ist der, wenn die Immobilienpreise sich wie derzeit auf einem hohen Niveau befinden. Bei vermieteten Immobilien ist ein Auszug des Mieters von Vorteil, da freie Wohnungen oder Häuser teurer als vermietete verkauft werden können. Oder einfach, wenn persönliche Gründe wie Scheidung, Erbschaft oder ein Umzug anstehen.

2. Welche Fragen sollten vor dem Immobilienverkauf geklärt werden?

Starten Sie den Verkauf erst wenn klar ist, ob sie die zukünftige Immobilie mieten oder kaufen möchten. Im Fall einer vorzeitigen Kreditauflösung beachten sie auch, dass ihre Bank eventuell eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen kann. Außerdem sollten sie sich folgende Fragen stellen:
  • Wie hoch ist der Wert ihrer Immobilie?
  • Haben sie eine Anschlussimmobilie in Aussicht?
  • Müssen sie eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank zahlen?
  • Ist ihre Immobilie renovierungsbedürftig?
  • Sind Flurkarte, Grundbuchauszug, Grundrisse sowie Energieausweis vorhanden?
  • Sind Gebäudeversicherung, Protokolle der Eigentümerversammlungen, Aufstellungen der Mieten, Wohngeldabrechnungen, etc. vorhanden?
  • Gibt es Aufstellungen über die Instandhaltungskosten?
  • Soll Inventar mitverkauft werden?
  • Gibt es ein Vorkaufsrecht?
  • 3. Wird ein Energieausweis beim Immobilienverkauf benötigt?

    Das Vorlegen eines aktuellen Energieausweises ist seit 2015 Pflicht und kann bei Nichteinhaltung sogar bestraft werden! Hier gibt es zwei Arten: den verbrauchsorientierten sowie den bedarfsorientierten Ausweis. Dieser gibt Auskunft über die Verbrauchswerte einer Immobilie bzw. den theoretisch benötigten Energiebedarf. Die Kosten für einen Energieausweis können je nach Variante von 50 bis zu 500 Euro variieren.

    4. Welche Besonderheiten sind beim Verkauf einer Immobilie zu beachten?

    Dies hängt stark von der zu verkaufenden Immobilie ab: bei einem Reihenhaus sollten sie z.B. wissen ob das Dachgeschoss ausbaubar ist, bei einem Einfamilienhaus sollten sie den Bodenrichtwert des Grundstückes kennen. Bei vermieteten Immobilien wie z.B. Mehrfamilienhäusern gelten wieder andere Bewertungskriterien, denn hier sind potenzielle Käufer an wirtschaftlichen Erträgen interessiert.

    5. Welcher Preis sollte angesetzt werden?

    Sie sollten den Verkaufspreis ungefähr 5 bis 8 Prozent über dem tatsächlichen Verkaufspreis ansetzen, um genügend Spielraum für Verhandlungen zu haben. Sie haben aber auch die Möglichkeit per Bieterverfahren einen Mindestpreis festzulegen. Setzen sie den Preis allerdings nicht zu hoch an, da dies die Nachfrage beeinträchtigen könnte. Beauftragen sie zu Beginn einen Fachmann um ihre Immobilie professionell bewerten zu lassen ? mit diesem Ergebnis haben sie die besten Chancen bei den Preisverhandlungen.

    6. Privatverkauf oder Makler?

    Eigentümer unterschätzen den Zeit- und Kostenaufwand welcher beim Verkauf einer Immobilie anfallen kann. Und längst nicht jeder Immobilienbesitzer ist in der Lage ein professionelles Exposé zu gestalten, mehrere Vermarktungswege gleichzeitig zu nutzen, den Verkauf juristisch abzusichern und sich um die Themen rund um die Finanzierung zu kümmern. Außerdem kann ein Makler als Mittler zwischen Verkäufer und Käufer auftreten. Käufer sind oftmals eher bereit einem Mittelsmann zu sagen was an einer Immobilie gefällt und was nicht und welche Bedingungen für einen Kauf in Ordnung sind und welche nicht. Weiterhin sind Makler besser in der Lage einen guten bis sehr guten Preis für das Haus oder die Wohnung zu erzielen.

    7. Wie sollte die Werbung aussehen?

    Je breiter aufgestellt die Vermarktung ist desto höher die Chance auf einen raschen Verkauf zum besten Preis! Wichtig sind ansprechende Anzeigen in den größten Internet-Immobilienportalen. Hier erreichen sie die größte Anzahl an Interessenten deutschlandweit. Doch sollten sie auf keinen Fall lokale Werbung vergessen - Anzeigen in Tageszeitungen, Anzeigenblättern sowie Werbeflyer verteilen.

    8. Organisation von Besichtigungen und Verkaufsverhandlungen

    Kontaktieren sie jeden Kaufinteressenten welcher ein Exposé angefordert hat telefonisch und organisieren sie einen individuellen Besichtigungstermin! Führen sie den Interessenten nicht nur einfach durch Haus oder Wohnung sondern suchen sie das Gespräch und finden sie seine Bedürfnisse heraus. Die Verkaufsverhandlungen sollten sie von einem Profi durchführen lassen, welcher mit einer gezielten Abschlussorientierung verhandelt.

    9. Was sollte im Kaufvertrag stehen?

    Die Interessen beider Vertragsparteien sollten im Kaufvertrag ausgewogen vertreten sein, denn nur dann sind beide bereit auch zu unterzeichnen. Wichtig ist für den Verkäufer auf jeden Fall folgende Klausel mit dem Hinweis dass die Immobilie "wie besehen verkauft und eine Haftung für Mängel soweit wie möglich ausgeschlossen wird". Und vertrauen sie im Zweifelsfall nicht auf einen Notar, denn dieser kennt die Immobilie nicht.

    10. Fallen nach einem Immobilienverkauf Steuern an?

    In der Regel fallen bei einem Verkauf von selbstgenutzten Immobilien keine Steuern an, auch wenn ein Gewinn entstanden ist. Vermietete Immobilien sind zu versteuern, wenn ein Verkaufswert erzielt wurde und der Zeitraum zwischen Verkauf und Kauf nicht mindestens 10 Jahre beträgt.

    Eingestellt am Datum: 05.12.2016 || Von: VIVONO || Kategorie: Vivono-Community || Artikel Abrufe: