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DEZ

2016

Staat will Familien mit Eigenkapitalzuschuss foerdern

Es ist eine angespannte Situation auf dem deutschen Immobilienmarkt entstanden: Trotz historisch niedriger Bauzinsen sind viele Deutsche, vor allem junge Familien, nicht in der Lage sich eine eigene Immobilie zu leisten. Selbst beim Mittelstand gibt es Probleme, denn für die exorbitant hohen Grundstückspreise, insbesondere in den Metropolen, fehlt meist das nötige Eigenkapital um ein Darlehen von einer Bank zu erhalten. Geplant ist deshalb eine Unterstützung für Familien mit Eigenkapitalzuschuss: Je nach Anzahl der Kinder sollen diese zwischen 8000 und 20.000 Euro betragen.

Zuschuss soll 2017 eingeführt werden

Dieser Eigenkapitalzuschuss ist laut Familienministerin Hendricks eine wichtige Voraussetzung für den Eigenheimerwerb und soll mit dem Haushalt 2017 eingeführt werden und mehrere Jahre laufen. Zurückgezahlt werden muss dieser Zuschuss nicht. Denn viele Familien wären in der Lage einen Kredit mit Tilgung und Zinsen zu bedienen. Da sie aber Miete bezahlen, können sie kein Eigenkapital bilden. Es sollen deshalb auch nur diejenigen bezuschusst werden welche einen Kredit über Jahre hinweg abbezahlen können: "Dies ist wichtig, denn wir wollen keine Immobilienblasen verursachen, weil wir Menschen fördern, die die Finanzlast eines Immobilienkaufs nicht dauerhaft stemmen können" so die Ministerin. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) bestätigt das ungleiche Verhältnis auf dem deutschen Immobilienmarkt. "In den vergangenen Jahren konnten sich nur die besser verdienenden oberen 40 Prozent der Haushalte Immobilien leisten, während bei den unteren 20 Prozent der Einkommen die Eigentumsquote sogar gesunken ist".

In Deutschland wohnen 47,5 Prozent zur Miete

"Haushalte brauchen rund 50.000 Euro, um überhaupt eine Immobilie zu erwerben. Doch nur 20 Prozent der Mieter verfügen über ein solches Finanzpolster", so Voigtländer weiter. Diese Hürde versperre den meisten Mietern den Weg zum Immobilienerwerb, denn nicht nur die Banken verlangen Sicherheiten, auch die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragung oder die Kosten für den Notar seien sehr hoch. Ein Eigenkapitalzuschuss wäre da für viele sehr hilfreich. Die Eigentumsquote ist in Deutschland mit 52,5 Prozent im Vergleich zum europäischen Ausland vergleichsweise gering ? die Deutschen belegen damit den letzten Platz innerhalb der EU. Durchschnittlich bewohnen in der EU 70,1 Prozent eine eigene Immobilie. Rumänien liegt hier mit 96,1 Prozent an der Spitze.

Staatliche Förderungen

Geringverdiener erhalten aktuell eine Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie sowie Wohn-Riester-Zuschüsse. Außerdem werden Gebäudesanierungen und seniorengerechte Umbauten über Kreditprogramme der KfW gefördert. Experten begrüßen Hendricks` Idee der Förderung mit einem Eigenkapitalzuschuss. "Man muss über Wege nachdenken, die Hürden zur Eigentumsbildung zu senken", ist Voigtländer überzeugt. "Eine Eigenkapitalzulage wäre ein sehr teures Programm. Die Erleichterung könnte auch über staatliche Garantien erfolgen oder über die Senkung der Grunderwerbssteuer für mittlere Einkommen."

Eingestellt am Datum: 13.12.2016 || Von: VIVONO || Kategorie: Vivono-Community || Artikel Abrufe: