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02

FEB

2017

So reduzieren Sie die Grunderwerbssteuer beim Hauskauf

Bei jedem Immobilienkauf kassiert der Staat ordentlich mit, und zwar in Form der Grunderwerbssteuer. Diese ist in allen Bundesländern unterschiedlich angesetzt - von 3,5 Prozent in Bayern bis zu 6,5 Prozent in Schleswig-Holstein. Wer allerdings die Besteuerungsregeln kennt, kann bis zu tausend Euro und darüber hinaus sparen, denn die Steuer lässt sich reduzieren oder sogar vermeiden.

1. Trennen Sie den Grundstückskauf und Hausbau

Bei einem unbebauten Grundstück wird die Grunderwerbssteuer nur für den Grund und Boden berechnet - bei einem bebauten Grundstück ist diese jedoch auch für das Gebäude fällig. Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass die Firma welche mit dem Bau beauftragt ist, nicht dieselbe ist, von der Sie das Grundstück erworben haben. Denn sollte es gesellschaftsrechtliche oder personelle Verbindungen hierbei geben, geht der Fiskus von einem ?einheitlichen Vertragswerk? aus und berechnet die Grunderwerbssteuer auch auf den Bau der Immobilie. Leider ist es nicht immer ersichtlich, dass Baufirma und Grundstücksverkäufer in irgendeiner Weise miteinander verbunden sind. Deswegen sollten Sie auf jeden Fall eine Schadenersatzforderung mit in den Bauvertrag integrieren, welche dann greift, wenn herauskommt, dass Grundstücksverkäufer und Baufirma doch identisch oder in irgendeiner Weise verbunden sind.

2. Übernommenes Inventar wird nicht besteuert

Die Höhe der Grunderwerbssteuer bestimmen ausschließlich der Boden- und Immobilienwert. Übernehmen Sie zum Beispiel eine Einbauküche, Sauna, Möbel, Markisen oder bewegliche Auslegeware, so gehört dies nicht in die Berechnungsgrundlage dazu. Dies sollten Sie separat im Kaufvertrag aufführen, denn dadurch mindert sich der Berechnungswert dementsprechend. Stehen allerdings 15 Prozent oder mehr des Kaufpreises als Inventar im Kaufvertrag, verlangt das Finanzamt dann die entsprechenden Belege dafür.

3. Rechnen Sie die Instandhaltungsrücklage aus dem Kaufpreis heraus

Die sogenannte Instandhaltungsrücklage beim Kauf einer Eigentumswohnung können Sie ebenso aus dem Kaufpreis herausnehmen ? diese unterliegt nicht der Grunderwerbssteuer! Dies sind Gelder, welche der Eigentümer für den Erhalt der Wohnung (Reparaturen, Sanierungen) zurücklegen muss. Diese Rücklage muss im Kaufvertrag exakt beziffert werden!

4. Erbschaft oder Schenkung ausgenommen

Bei einem Erbe oder einer Schenkung fällt keine Grunderwerbssteuer an. Hier fällt allerdings, je nach Verwandtschaftsgrad, Erbschafts- oder Schenkungssteuer mit verschiedenen Freibeträgen an. Wenn der Immobilienwert nicht zu hoch und der Freibetrag dementsprechend groß ist, wird Ihnen womöglich keine Steuer berechnet.

5. Steuerfrei: Kleinbeträge bis 2500 Euro

Beim Kauf eines Grundstückes, welches den Wert von 2500 Euro nicht übersteigt, fällt keine Grunderwerbssteuer an. Doch schon ab 2501 Euro wird diese fällig!

Übersicht der Höhe der Grunderwerbssteuer in den einzelnen Bundesländern

  • Baden-Württemberg 5,0 %
  • Bayern 3,5%
  • Berlin 6,0 %
  • Brandenburg 6,5 %
  • Bremen 5,0 %
  • Hamburg 4,5 %
  • Hessen 6,0 %
  • Mecklenburg-Vorpommern 5,0 %
  • Niedersachsen 5,0 %
  • Nordrhein-Westfalen 6,5 %
  • Rheinland-Pfalz 5,0 %
  • Saarland 6,5 %
  • Sachsen 3,5%
  • Sachsen-Anhalt 5,0 %
  • Schleswig-Holstein 6,5 %
  • Thüringen 6,5 %
  • Eingestellt am Datum: 02.02.2017 || Von: VIVONO || Kategorie: Vivono-Branchen-Infos || Artikel Abrufe: