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MÄR

2017

Senken Sie die Steuern beim Hausverkauf

Beim Kauf einer Immobilie fallen Steuern an. Was jedoch die wenigsten wissen: Beim Verkauf werden ebenso Steuern fällig! Informieren Sie sich also vor einem Hausverkauf, unter welchen Voraussetzungen Steuern entrichtet werden müssen! Und welche Möglichkeiten Sie haben diese zu reduzieren. Relevant ist dabei, ob die Immobilie selbst genutzt war oder nicht. Immobilien, welche zu einem Betriebsvermögen zählen, sind grundsätzlich steuerpflichtig. Bei Privatvermögen sind drei Aspekte ausschlaggebend:

1. Der Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf der Immobilie

Die sogenannte Spekulationssteuer, d. h. die Besteuerung von Gewinnen aus Privatverkäufen, wird fällig, wenn der Zeitraum von Kauf und Verkauf der Immobilie unter zehn Jahren liegt. Diese Frist beginnt mit der Beurkundung des Kaufvertrages.

2. Selbstnutzung oder Fremdnutzung?

Wurde die Immobilie selbst genutzt, dann greift die Zehn-Jahresfrist nicht. Vorausgesetzt wird jedoch, dass die Immobilie im Jahr des Verkaufs und den zwei vorangegangenen Jahren ausschließlich vom Eigentümer selbst, seinem Partner oder einem kindergeldberechtigten Kind bewohnt wurde.

3. Anzahl der verkauften Immobilien der letzten Jahre

Werden mehr als drei Immobilien innerhalb von fünf Jahren verkauft, so geht der Fiskus - unabhängig von der Spekulationsfrist von zehn Jahren - von einem gewerblichen Grundstückshandel aus, und dieser ist steuerpflichtig.

Welche Steuern fallen beim Hausverkauf an?

Spekulationssteuer
Diese hängt von der Höhe des Wertzuwachses und Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz ab. Hier werden als Berechnungsgrundlage der Kaufpreis inkl. der Kaufnebenkosten dem Verkaufspreis gegenübergestellt. Aber nicht nur ein eventueller Gewinn, sondern auch geltend gemachte Abschreibungen fließen in die Berechnung mit ein.
Gewerbesteuer
Wird fällig, wenn das Finanzamt den Verkauf dem gewerblichen Grundstückshandel zuordnet. Die Grundlage hierbei ist der Verkaufserlös, welcher mit der Steuermesszahl von 3,5 Prozent und dem von der jeweiligen Kommune festgesetzten Hebesatz multipliziert wird.
Umsatzsteuer
Diese fällt bei einem Privatverkauf weg, bei einem gewerblichen Verkauf fällt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent an.

So sparen Sie beim Hausverkauf Steuern

Halten Sie die Zehn-Jahresfrist ein um die Spekulationssteuer zu vermeiden und verhindern sie das Fälligwerden der Gewerbe- und Umsatzsteuer, indem Sie nicht mehr als drei Immobilien innerhalb von fünf Jahren verkaufen. Letzteres könnten Sie umgehen, wenn Sie die zu verkaufende Immobilien auf Ihren Ehepartner oder Kinder übertragen - allerdings könnte somit die Schenkungssteuer fällig werden. Vereinbaren Sie mit dem Käufer eine Ratenzahlung über mehrere Jahre. Somit können Sie den Veräußerungsgewinn verteilen und die für Veräußerungsgeschäfte geltenden Freigrenzen ausnutzen. Reduzieren Sie den Veräußerungsgewinn, indem Sie nicht zum Grundstück gehörende Gegenstände wie z. B. eine Einbauküche, Sauna etc. extra verkaufen.

Eingestellt am Datum: 09.03.2017 || Von: VIVONO || Kategorie: Vivono-Community || Artikel Abrufe: