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MÄR

2017

Immobilien als Altersvorsorge - Lebensabend im Eigenheim

In Zeiten von niedrigen Zinsen denken viele wieder vermehrt über den Kauf einer eigenen Immobilie nach. Und Immobilien für die Altersvorsorge lagen schon immer im Trend. Doch passen sie auf: Gerade im Alter kommen die Fehler einer unsachgemäßen Planung zum Vorschein - teils mit gravierenden Folgen. Wir geben ihnen hier Tipps um diese Fehler zu vermeiden.

1. Trennen sie Guthabenkonto und Baufinanzierung

Suchen sie sich für den Baukredit eine andere Bank als die, bei der sie ihre anderen Konten haben. Denn sollte trotz aller Umsicht doch etwas schief gehen und ihre Konten eingefroren werden, ist ihr Baukredit wenigstens gesichert.

2. Legen sie Geld für Sanierungen beiseite

Bilden sie unbedingt Rücklagen für spätere Sanierungen im Rentenalter. Diese sollten sie jedoch nicht für Renovierungen oder Modernisierungen, welche vor dem Eintritt in die Rente durchzuführen sind, verwenden.

3. Planen sie altersgerechtes Wohnen ein

Denken sie beim Bau schon an eine altersgerechte Bauweise (z. B. keine Türschwellen, Vorrichtungen für Haltegriffe, evtl. Einbau eines Treppenliftes) und achten sie darauf, dass die wichtigsten Zimmer möglichst ohne Treppe erreichbar sind.

4. Vereinbaren sie eine lange Kreditlaufzeit

Schließen sie ihre Immobilienfinanzierung mit einer möglichst langen Zinsbindung ab. Damit sind sie vor eventuellen Zinserhöhungen in der Zukunft gewappnet und bleiben trotzdem flexibel, denn nach zehn Jahren Laufzeit können sie bei einer weiteren Senkung der Zinsen einseitig kündigen.

5. Tilgung nicht zu niedrig ansetzen

Bei dem derzeitigen niedrigen Zinsniveau wäre es möglich, den Baukredit auch mit einer niedrigen Tilgung zurückzuzahlen. Damit ihre Immobilie aber auch bis zum Renteneintritt abbezahlt ist, raten Experten jedoch zu einer Tilgung von mindestens zwei Prozent.

6. Für das Haus vorsorgen

Sichern sie für alle Fälle Reparaturen, Sanierungen oder Modernisierungsmaßnahmen mit einem Sparplan ab und vergessen sie dabei nicht die Inflation mit einzurechnen.

Tipps für den "worst case"

Sollten sie in jungen Jahren keine Rücklagen gebildet haben und die anstehende Sanierung ist im Budget nicht drin, so gibt es zwei Möglichkeiten ihre Immobilie zu behalten und die notwendigen Reparaturen durchzuführen:
Untervermietung
Sollte ihre Immobilie groß genug sein und sie benötigen nicht die komplette Fläche, so vermieten sie doch ein Zimmer oder eine Wohneinheit, um mit den Mieteinnahmen die Kosten der Instandhaltung zu begleichen.
Nehmen sie eine Umkehrhypothek auf
Beantragen sie bei ihrer Bank ein Darlehen auf ihre Immobilie. Dadurch sind Finanzierungen gesichert, im Extremfall (z. B. Todesfall) geht die Immobilie allerdings auf die Bank über - eventuelle Erben gehen somit leer aus. Auch bekommen sie nicht die volle Höhe des Immobilienwertes, die Banken schlagen darauf einen Abschlag zur Risikominimierung drauf.
Leibrente / Nießbrauch
Leibrente: Sie verkaufen ihre Immobilie, der Käufer zahlt ihnen eine monatliche Leibrente statt des vollen Kaufpreises und sie haben ein lebenslanges Wohnrecht. Für Sanierungen und Reparaturen kommt dann der Käufer auf. Nießbrauch: Sie verkaufen ihre Immobilie und erwerben das lebenslange Recht zu Wohnzwecken. Allerdings gehen im Todesfall die Erben leer aus, da die Immobilie dann auf den Käufer übergeht.

Eingestellt am Datum: 16.03.2017 || Von: VIVONO || Kategorie: Vivono-Community || Artikel Abrufe: