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08

OKT

2010

Eigentumswohnung als Eigennutzer oder Kapitalanlage - Vorsicht bei Schnäppchen

Vorsicht beim Wort "Schnäppchen"

Eine professionell angebotene Immobilie ist von einem Profi bewertet worden. Beim Wort ?Schnäppchen? sollten die Alarmglocken anschlagen. Der Preis wird von Verkäufer und Makler taxiert, bevor das Objekt öffentlich angeboten wird. Liegt das Angebot deutlich unter dem stadtteilüblichen Preis wird das seine Gründe haben. Das können eine alte Bausubstanz oder ein Investitions- oder Sanierungsstau sein.

An die Miteigentümer denken

Bei günstigen Wohnungen müssen Käufer manchmal in Eigenarbeit noch einiges Instand setzen. Dabei ist zu beachten: Innerhalb der Wohnung können Sie renovieren wie Sie wollen, außerhalb sind Käufer aber von den Miteigentümern abhängig und müssen Entscheidungen mit anderen Wohnungsinhabern gemeinsam treffen.

Lage und Qualität der Wohnung ist am wichtigsten ? nicht der Preis

Für eine erste Einschätzung der Lage lohnt sich der Blick auf einen deutschlandweit vergleichenden Immobilienkompass wie der des Wirtschaftmagazins ?Capital?. Sie geben einen Überblick über lohnende Standorte. Im zweiten Schritt sollte die lokale Umgebung der Immobilie unter die Lupe nehmen. Sind Geschäfte in der Nähe, Grünflächen, Schulen und wie ist die Verkehrsanbindung.

Möglichst keine Vollfinanzierung

Bei der Finanzierung gilt: Vollfinanzierungen sind zu vermeiden. 20 Prozent Eigenkapital sollten vorhanden sein, denn sonst wird die Finanzierung am Ende zu teuer und ist durch die Mieteinnahmen nicht zu decken. Auch Zusatzkosten wie die Bezahlung von Makler oder Notar sollte man aus der eigenen Tasche bezahlen.

Grundbuchauszug

Experten empfehlen vor dem Kauf einen Blick ins Grundbuch. Makler oder Besitzer können dazu einen Auszug beim Grundbuchamt beantragen. Der Auszug zeigt dem Interessenten unter anderem, ob die Immobilie lastenfrei ist, dass also niemand finanzielle Ansprüche auf die Wohnung hat, von denen der Käufer nichts weiß. Denn sonst können böse Überraschungen drohen: Übernimmt man zum Beispiel ein verschuldetes Grundstück, kann der neue Eigentümer für die Verbindlichkeiten seines Vorgängers haftbar gemacht werden.

Eigennutzung oder Anlage?

Die nächste Frage, die Käufer einer Immobilie für sich beantworten müssen, ist die nach der Nutzung. Soll das Eigentum ein Anlageobjekt sein oder selbst genutzt werden. Eine Eigentumswohnung ist nämlich viel komplizierter als andere Anlageformen: Sie erwerben ein Miteigentumsteil, der verwaltet und gegebenenfalls öfter neu vermietet werden. Auch ein anderer Aspekt sollte noch in Betracht gezogen werden: Will der Käufer die Wohnung vermieten, muss sie vor allem auch anderen gefallen. Ein besonders ausgefallener Grundriss passt nicht jedem.

Protokolle der Eigentümergesellschaft

Potentielle Käufer müssen sich auch mit der Höhe des Hausgeldes, bestehend auf der Instandhaltungsrücklage an die Hausgemeinschaft und die von allen Parteien zu zahlende Verwaltungsgebühr. Man sollte auch unbedingt die letzten Protokolle der Eigentümergemeinschaft lesen. Sie geben Aufschluss darüber, ob Beschlüsse über anstehende Sanierungen vorliegen, denn auch das kann ins Geld gehen, denn die meisten Reparaturen am Haus werden in der Regel auf die Eigentümergemeinschaft umgelegt. Daneben lässt sich aus den Protokollen auch erkennen, welche Probleme im Haus und in der Nachbarschaft bestehen oder wann das letzte Mal eine Sanierung stattgefunden hat. Besteht ein Sanierungsstau, könnten auch hier bald zusätzliche Kosten auf die neuen Eigentümer zukommen.

Eingestellt am Datum: 08.10.2010 || Von: VIVONO || Kategorie: Vivono-Community || Artikel Abrufe: