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17

FEB

2017

Bausparkassen verlangen Servicepauschale für Altverträge

Die Zinsflaute erschwert den Bausparkassen in Zeiten der Niedrigzinsphase das wirtschaften. Einige Institute haben mittlerweile eine jährliche Servicepauschale für Altverträge eingeführt. Verbraucherschützer sind darüber sehr verärgert, denn sie fürchten dass diese Vorgehensweise Schule machen könnte und weitere Institute diesem Beispiel folgen könnten. Kunden der Debeka, Signal Iduna sowie der Bayerischen Landesbausparkasse LBS erhalten diesbezüglich zurzeit Post. Denn für Altverträge sollen in Zukunft jährliche Kosten anfallen – diese seien allerdings nichts Ungewöhnliches und waren bisher die Ausnahme, so ein Sprecher der Debeka. Die Gebühren liegen dabei je nach Institut innerhalb eines Rahmens zwischen 10 bis 24 Euro. Allerdings können Kunden, bei denen während der Vertragslaufzeit die Konditionen geändert wurden, diesen widersprechen.

Juristisch umstrittene Praxis

Das Problem der Bausparkassen ist letztlich die Politik der Europäischen Zentralbank - durch deren Niedrigzinspolitik stecken sie in einem Dilemma. Denn Spargelder von Altverträgen, welche noch hochverzinst sind, aber nicht von Kunden in Anspruch genommen werden, müssen gemäß dem Bausparkassengesetz in risikoarme Wertpapiere angelegt werden. Diese werfen in der derzeitigen Niedrigzinsphase jedoch fast keine Rendite mehr ab. Deswegen kündigen viele Bausparkassen diese hochverzinsten Altverträge, welche eigentlich seit mindestens zehn Jahren in Darlehen umgewandelt werden könnten. Dieses Vorgehen ist für die Kunden ärgerlich, aber auch juristisch sehr umstritten. Denn: Kreditinstitute müssen zwar aufgrund sinkender Erträge ihre Kosten verringern, indem sie ihr Geschäftsmodell ändern oder weitere Einnahmequellen erschließen. Bei einem Bausparvertrag ist die Hauptleistung allerdings die, dem Kunden zu einem späteren Zeitpunkt ein günstiges Darlehen zu ermöglichen, und nicht, wie etwa beim Girokonto inklusive EC-Karte, die Kontoführung an sich. Eine Kontoführungsgebühr wäre also nur dann rechtlich korrekt, wenn dies auch die Hauptleistung darstellt.

Eingestellt am Datum: 17.02.2017 || Von: VIVONO || Kategorie: Vivono-Community || Artikel Abrufe: